Maroua, 15. Januar 2023

Ich bin wieder in Kamerun. Der Abflug war am 4. Januar 2023. Nach einem kurzen Aufenthalt in Yaoundé bin ich am 5. Januar in Maroua angekommen. Ich bin wirklich froh, wieder hier zu sein, in meinem Zuhause im Herzen Afrikas.

Ohne große Akklimatisierung* habe ich mich gleich an die Arbeit gemacht: Abstimmung mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Sanda. Erste Sitzung mit dem Team. Erstellung des – recht ausgefüllten – Programms während meines zweimonatigen Aufenthalts.

 

Selfie mit Sanda

Eine meiner Aufgaben in diesem Jahr ist Abel als Sekretär auszubilden. Eigentlich ist er Schreiner. Seit einiger Zeit ist er Mitglied von Lumière-Cameroun und hat uns mit seinen handwerklichen Fähigkeiten ausgeholfen, wenn wir ihn gebraucht haben. Mit viel Engagement und Fleiß arbeitet er sich jetzt in diese für ihn neue Aufgabe hinein. Er ist Anfang November 2022 regelrecht ins kalte Wasser des Sekretariats gesprungen und hält sich seitdem tapfer über Wasser. Nun darf ich ihn in seine Aufgaben einweisen und ausbilden, so dass er gut und sicher schwimmen kann. Obwohl er noch recht jung ist, wird er voll als Mitglied des Teams akzeptiert und die anderen Mitglieder bescheinigen ihm, dass im Sekretariat ein neuer Geist herrscht.

Apropos neuer Geist: Ich bin positiv überrascht und hoch erfreut zu sehen, dass der neue Geist nicht nur im Sekretariat eingezogen ist, sondern das gesamte Team erfasst hat. Schon außerhalb und erst Recht beim Betreten des Centre Lumière-Cameroun ist mir die Sauberkeit aufgefallen. Auch in den bisherigen Sitzungen und Gesprächen ist der neue Geist – der Teamgeist - zu spüren. Jeder übernimmt mehr Verantwortung für seine eigentlichen Aufgaben und darüber hinaus für die anderen Teammitglieder und für Lumière-Cameroun. Ich freue mich, Mitglied eines solchen Teams zu sein.

Ich schließe diesen ersten Teil meines Reiseberichtes mit den Worten, die der Apostel Paulus am Ende seines zweiten Briefes an an die Gemeinde in Korinth schreibt: „Ich wünsche euch die Liebe, die Gott schenkt, und die Gemeinschaft, die der Heilige Geist bewirkt.“

Excel-Intensivkurs

 


* Für diejenigen, die es interessiert: Bis Juni / Juli ist Trockenzeit. Zurzeit ist es „kalt“; jedenfalls nach Ansicht meiner Freunde. Die Temperaturen liegen tagsüber bei 30° C und nachts bei 15° C; für uns „Nassarra“ – wie wir Weißen hier genannt werden – die angenehmste Jahreszeit. Ab Mitte Februar steigen die Temperaturen zum Teil auf über 50° C.